Wettkampf

Turnierregeln TAC

Offizielle Regeln für TAC-Turniere – für faire und spannende Wettkämpfe auf jedem Niveau.

Turniermodus

Grundsätze des Turniers

TAC-Turniere folgen klaren Regeln, die ein faires und kompetitives Spielerlebnis garantieren.

Teamformat

Turniere werden standardmäßig im 4-Spieler-Format ausgetragen. Zwei Teams mit je zwei Spielern treten gegeneinander an.

Wertung

Gewertet wird nach heimgebrachten Kugeln – ein Ergebnis lautet zum Beispiel 4:8. Nicht die Zahl der Siege entscheidet, sondern wie viele Kugeln ein Team nach Hause gebracht hat.

Sitzordnung

Die Sitzordnung wird vor dem Spiel festgelegt und bleibt während des gesamten Matches unverändert. Teampartner sitzen sich gegenüber.

Kartenverteilung

Karten werden stets gemischt und verdeckt ausgeteilt. Jeder Spieler hält seine Karten so, dass andere Spieler sie nicht sehen können.

Zeitlimit

Für eine Partie sind 90 Minuten angesetzt. Nach Möglichkeit wird sie trotzdem zu Ende gespielt; geht das nicht, zählen die bis dahin heimgebrachten Kugeln.

Fairness

Unstimmigkeiten klären die Teams zuerst selbst – fair, ruhig und mit Rücksicht auf unerfahrene oder jüngere Mitspieler. Kommt ihr nicht weiter, entscheidet die Turnierleitung. TAC ist und bleibt ein Spiel.

Protokollkarte

Jedes Team füllt eine Protokollkarte aus: zuerst die eigenen Kugeln, dann die des Gegners, dazu der Name des gegnerischen Teams und die Startzeit. Ein Spieler gibt sie direkt nach der Partie zentral ab.

Ergebniskontrolle

Die veröffentlichten Ergebnisse prüfen die Teams selbst und melden Fehler sofort. Später lässt sich eine falsch erfasste Partie kaum noch klären.

Vorzeitiges Verlassen

Ein Turnierabbruch stört den Zeitplan aller und wird sanktioniert. Wer früher abreisen muss, meldet das rechtzeitig bei der Turnierleitung.

Eure Lösung zählt

Am liebsten wäre es der Turnierleitung, wenn die meisten dieser Regeln gar nicht gebraucht würden: Findet ihr in der Runde selbst eine faire und friedliche Lösung, gilt sie – auch dann, wenn sie diesen Regeln widerspricht. Einen Schiedsrichter könnt ihr bei Problemen, Regelverstößen und Unklarheiten trotzdem jederzeit hinzuziehen.

Turnierablauf

So läuft ein TAC-Turnier ab

Von der Anmeldung bis zum Finale – ein typischer Turniertag:

  • Anmeldung & Einteilung

    Teams melden sich vor dem Turnier an. Die Auslosung bestimmt die Gruppenphase oder das Tableau. Alle Teams werden vor Spielbeginn informiert.

  • Gruppenphase

    In der Gruppenphase spielt jedes Team gegen mehrere Gegner. Gezählt werden die heimgebrachten Kugeln.

  • K.O.-Phase

    Die besten Teams ziehen in die K.-o.-Runden ein. Wer ausscheidet, spielt in der Regel um die Platzierungen weiter – das Turnier ist damit nicht vorbei.

  • Finale

    Die beiden besten Teams spielen das Finale.

Sonderregeln

Turnierrelevante Sonderregeln

Keine Kommunikation im Team

Während eines Zuges dürfen Teampartner keine verbalen oder nonverbalen Hinweise geben. Kommunikation ist nur durch das Spielen von Karten erlaubt.

Gespielte Karte gilt

Sobald eine Karte auf dem Tisch liegt, ist der Zug festgelegt – ändern lässt er sich nur davor. Jeder Zug wird vollständig und ohne Unterbrechung durch den Gegner ausgeführt.

Regelverstoß

Absprachen zu Karten oder Taktik und heimliche Zeichen gelten als Betrug; die Strafen steigen mit der Schwere des Verstoßes. Deckt ein Spieler beim Tausch eine Karte auf, zieht außer der Reihe, wirft trotz möglichem Zug ab, sagt laut an, wie weit es noch bis ins Haus ist, oder sagt dem Partner, was er tun soll, darf in dieser Gabe kein Spieler des Teams eine Kugel nach Hause bringen.

Unentschieden

Endet die reguläre Spielzeit wird der Sieger durch Punktewertung ermittelt.

Wertung

Wertung in Kugeln

Kugeln zählen

Jede Partie wird in heimgebrachten Kugeln gewertet – ein Ergebnis lautet zum Beispiel 4:8. Gezählt wird nur, was im Haus steht.

Zeitablauf

Die 90 Minuten sind eine Vorgabe, kein hartes Ende: Nach Möglichkeit wird eine Partie zu Ende gespielt. Ist das nicht möglich, gibt es keinen Sieger – gewertet werden dann allein die heimgebrachten Kugeln. Ein Unentschieden wird nach Möglichkeit vermieden.

Verspätung

Tritt ein Team zur Startzeit nicht vollständig an, wird die Partie 4:8 gegen dieses Team gewertet. Wie lange gewartet wird, entscheiden der Gegner und die Turnierleitung gemeinsam.

Verhalten

Was am Tisch verboten ist

Verbotene Handlungen

Verboten sind: Gespräche über das Spiel – auch zwischen den Gaben –, Absprachen zur Taktik, offensichtliches Hinauszögern der Partie, das Spähen in gegnerische Karten, Beleidigungen von Mitspielern und Schiedsrichtern, vorab vereinbarte Handzeichen und das Manipulieren von Karten. Felder solltest du außerdem nicht mit den Fingern vorzählen, solange du keine Karte gespielt hast – das ist ein Hinweis für Partner wie Gegner. Nicht jedem fällt das Rechnen im Kopf leicht, seid da also nicht zu streng.

Die Folge

Passiert einem Spieler – absichtlich oder versehentlich – einer dieser Fehler, darf in dieser Gabe kein Spieler des Teams eine Kugel nach Hause bringen. Die Strafe trifft immer das ganze Team.

Karten austeilen

Karten werden einzeln ausgeteilt. Am wenigsten Fehler passieren, wenn der Geber sie vor sich auf vier Stapel verteilt und die Stapel dann der Reihe nach vor die Spieler legt.

Die verflixte Sieben

Wird eine 7 auf mehrere Kugeln aufgeteilt, darf so lange herumprobiert und an den beteiligten Kugeln gerückt werden, wie der Zug es braucht. Das Ende des Zuges wird klar angesagt.

Der Ursprung des Kriegers

Wer den Krieger spielt, markiert das Ursprungsfeld der schlagenden Kugel – sonst lässt sich ein folgendes TAC nicht mehr korrekt ausführen.

Wohin mit dem Kartenstapel

Der noch nicht gespielte Stoß liegt bei dem Spieler, der nach dem Geber kommt – er spielt die erste Karte und ist der nächste Geber. Die bereits gespielten Karten liegen mit dem Bild nach oben vor dem Spieler, der nach einem komplett durchgespielten Stoß mischen muss.

Handzeichen

„Ich kann" und „ich kann nicht" werden nicht nur deutlich ausgesprochen, sondern mit dem Daumen nach oben oder unten unterstrichen. Das Aussetzenlassen mit der 8 lässt sich mit einer waagerechten Bewegung der flachen Hand begleiten.

Nachvollziehbar ziehen

Zieh deine Kugel so, dass alle es mitverfolgen können: Überspring keine längeren Strecken, sondern fahre die Felder sichtbar in einzelnen oder Zweierschritten ab.

Das kann jedem passieren

Wirft jemand eine Karte in die Mitte, obwohl er nicht an der Reihe ist, oder wirft er die falsche Karte ab, obwohl er eine andere hätte spielen müssen, dann muss er die sichtbar gewordene Karte bei der nächsten regelgerechten Gelegenheit spielen.

„Konntest du?"

Es gibt keine Regel, wie lange „konntest du?" oder „wer konnte alles?" gefragt und beantwortet werden darf. Beantworten musst du die Frage aber nur, solange noch keine Karte gespielt wurde.

Beim Teufel

Wird der Teufel gespielt, gibt der betroffene Spieler seine Karten möglichst nicht aus der Hand. Muss er es doch, darf der Teufel-Spieler sie nicht umsortieren.

Glücksmurmeln

Mit welchen Kugeln gespielt wird, entscheidet ihr selbst. Wer eigene mitbringt, braucht das Einverständnis der anderen; findet sich keine Lösung, werden die TAC-Standardkugeln zugelost.

FAQ

Fragen zu Turnieren

Wie melde ich mein Team für ein Turnier an?

Wende dich an den veranstaltenden Club oder schau auf der jeweiligen Club-Seite nach. Die meisten Clubs führen Anmeldelisten auf ihrer Vereinsseite.

Kann ich allein teilnehmen, ohne ein Team?

Viele Clubs bieten die Möglichkeit, als Einzelspieler anzumelden und dann dem Turnier einen Teampartner zuzulosen. Frag beim jeweiligen Club nach.

Welches Equipment brauche ich?

In der Regel stellen die Veranstalter Spielbretter und Karten. Du musst nichts mitbringen. Manche Turniere erlauben auch das Spielen mit eigenem, geprüftem Material.

Gibt es Altersklassen?

Größere Turniere unterscheiden manchmal zwischen Jugend- und Erwachsenenklasse. Die meisten lokalen Turniere sind altersgemischt.

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